Infektionskrankheiten Hund
Staupe
Die Staupe wird durch ein Virus verursacht, dass von Hund zu Hund durch direkten Kontakt übertragen wird. Hunde können sich aber auch bei an Staupe erkrankten Wildtieren (z.B. Mardern und Füchsen) mit Staupe infizieren. Die ersten Symptome, die 3 bis 6 Tage nach Ansteckung sichtbar werden sind Appetitlosigkeit, Fieber sowie Augen- und Nasenausfluss. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es dann zu Magen-Darmentzündungen mit Durchfall; Lungenentzündung oder krampfartigen Zuckungen, Bewegungsstörungen und Lähmungen (Nervenstaupe). Je nach Schwere der Erkrankung können bis zu 50 % der erkrankten Tiere sterben. Eine Impfung gegen Staupe ist daher unverzichtbar!
Ansteckende Leberentzündung (Hepatitis contagiosa canis)
Die ansteckende Leberentzündung des Hundes wird durch das Canine Adenovirus Typ 1 verursacht. Die Infektion wird durch Speichel, Urin oder Kot von Hund zu Hund übertragen. Die Symptome sind denen einer Staupe im frühen Stadium sehr ähnlich. Neben Leberschädigung mit Erbrechen, Durchfall und Schmerzen in der Bauchhöhle treten auch Hornhauttrübungen am Auge auf, die zur Erblindung führen können. Der Verlauf der Erkrankung variiert von mild bis schwerwiegend.
Leptospirose
Die Leptospirose ist eine von Bakterien hervorgerufene Erkrankung, die durch den Urin infizierter Tiere übertragen wird. Hunde infizieren sich bei anderen Hunden, aber auch Ratten, Mäuse und andere Tiere kommen als Überträger in Frage. Besonders verunreinigte Gewässer spielen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung der Erkrankung. Die Symptome sind wenig typisch wie Fieber, Erbrechen, Zittern, Gelbsucht und Schmerzen im Bauchraum. Auch der Mensch kann sich mit Leptospirose infizieren, erkrankte Hunde scheiden oft über Monate den Erreger mit dem Urin aus.
Parvovirose
Die Parvovirose wird durch das hoch ansteckende Parvovirus verursacht. Parvoviren traten vor 28 Jahre erstmalig auf, das Virus wird über den Kot erkrankter Tiere verbreitet und kann in der Außenwelt (z.B. auf der Hundewiese) über viele Monate für gesunde Tiere ansteckend bleiben. Erkrankte Hunde zeigen hohes Fieber, schwerste teilweise blutige Durchfälle und Erbrechen. Vor allem bei Welpen verläuft Parvovirose oft tödlich. Die in letzter Zeit aufgetretenen „neuen“ Parvoviren können vom Hund auf die Katze und von der Katze auf den Hund übertragen werden. Eine Impfung ist immer noch der beste Schutz vor dieser gefürchteten Erkrankung.
Tollwut
Bei der Tollwut handelt es sich um eine lebensbedrohliche, durch Viren ausgelöste Erkrankung, die durch den Speichel infizierter Tiere, in der Regel durch einen Biss übertragen wird. Die Erkrankung verläuft praktisch immer tödlich, eine sichere Diagnose lässt sich nur am toten Tier stellen. Tollwut wird vor allem durch Wildtiere verbreitet, in unseren Breitengraden steht der Fuchs an erster Stelle aber auch Fledermäuse spielen eine Rolle. Dadurch sind auch Haustiere in Städten gefährdet. Besonders gefährlich ist die Erkrankung dadurch, dass sie vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann. Umso wichtiger ist es, Hunde und freilaufende Katzen regelmäßig durch eine vorbeugende Impfung zu schützen. Diese Impfung wird im Impfpass eingetragen und nur mit einer Tollwutimpfung ist auch ein Grenzübertritt ins Ausland erlaubt.
Infektiöse Tracheobronchitis (Zwingerhusten)
Zwingerhusten ist eine hochgradig ansteckende Infektionskrankheit der Atemwege. Diese Erkrankung wird vor allem verursacht durch Bordetella bronchiseptica, Canines Parainfluenzavirus und Canines Adenovirus Typ 2. Wie die Erkältung des Menschen werden die Erreger der Infektiösen Tracheobronchitis durch Husten und Niesen von Hund zu Hund übertragen. Ihr vierbeiniger Freund kann sich schon anstecken, wenn er nur in die Nähe eines an Zwingerhusten erkrankten anderen Tieres kommt. Die Bezeichnung Zwingerhusten ist oft irreführend: Hundeschulen, Hundepensionen, Hundeausstellungen, Tierarztpraxen und die Hundespielwiese sind nur einige Beispiele von Gelegenheiten, wo sich Ihr Hund mit Husten infizieren kann.
Quelle: essex tierarznei